Schnarchen – Hilfe jetzt | Ursachen, Risiken & Therapie
- Gesundheits-Doc
- 17. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
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Schnarchen ist mehr als ein Geräusch: Ursachen, Selbsthilfe, moderne Therapien und klare Warnzeichen – wann ärztlich abklären sinnvoll ist.
Schnarchen betrifft viele Erwachsene – und ist für Betroffene wie Partner oft belastend. Häufig ist es harmlos, manchmal aber ein Hinweis auf behandlungsbedürftige Ursachen. Dieser Artikel zeigt dir, warum Schnarchen entsteht, was du sofort tun kannst und wann eine ärztliche Abklärung wichtig ist.
Warum schnarchen wir überhaupt?
Wie entsteht Schnarchen?
Schnarchen entsteht, wenn sich Weichteile im Rachen (z. B. Gaumensegel, Zäpfchen, Zungengrund) im Schlaf verengen und beim Atmen vibrieren. Das passiert vor allem in der Rückenlage und bei erschlaffter Muskulatur.
Häufige Auslöser
Übergewicht (vermehrtes Gewebe im Rachen)
Rückenlage (Zunge fällt nach hinten)
Alkohol und Beruhigungs-/Schlafmittel (Muskelerschlaffung)
Nasenbehinderung (Schnupfen, Polypen, schiefe Nasenscheidewand)
Rauchen (Schleimhautreizung)
Alter (Muskeltonus nimmt ab)
Gut zu wissen: Gelegentliches Schnarchen bei Erkältung ist meist harmlos. Regelmäßiges, lautes Schnarchen sollte genauer angeschaut werden.
Harmlos oder gefährlich? Warnzeichen erkennen
Wann Schnarchen ernst zu nehmen ist
Bitte ärztlich abklären, wenn eines oder mehrere der folgenden Warnzeichen auftreten:
Atempausen im Schlaf (von Partnern beobachtet)
Ausgeprägte Tagesmüdigkeit, Sekundenschlaf
Morgendliche Kopfschmerzen
Konzentrationsstörungen, Leistungsabfall
Nächtliches Schwitzen, unruhiger Schlaf
Bluthochdruck, Herz-/Stoffwechselerkrankungen
Diese Zeichen können auf eine obstruktive Schlafapnoe (OSA) hinweisen – eine Erkrankung, die das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes erhöht und behandelt werden sollte.
Kurz erklärt: Schlafapnoe
Bei der OSA kommt es im Schlaf zu wiederholten Atemaussetzern durch einen Kollaps der oberen Atemwege. Schnarchen ist dabei häufig – aber nicht jeder Schnarcher hat eine Schlafapnoe.
Hilfe jetzt: Was du selbst tun kannst
Sofortmaßnahmen (oft wirksam)
Seitenlage statt Rückenlage (z. B. Lagerungskissen)
Alkohol abends meiden (mind. 3–4 Stunden vor dem Schlafen)
Gewichtsreduktion bei Übergewicht
Nase frei halten (Salzspray, abends spülen)
Rauchstopp (schont Schleimhäute)
Regelmäßiger Schlafrhythmus
Hilfsmittel – sinnvoll oder nicht?
Anti-Schnarch-Schienen (Unterkiefer-Protrusionsschienen):Können bei leichtem bis moderatem Schnarchen/OSA wirksam sein (zahnärztliche Anpassung empfohlen).
Nasenpflaster: Helfen v. a. bei nasaler Engstelle, nicht bei Rachenproblem.
Apps/Wearables: Gut zum Screening/Beobachten, ersetzen keine Diagnostik.
Übungen?
Gezielte Mund- und Zungenübungen (myofunktionelle Therapie) können bei leichtem Schnarchen helfen – erfordern aber regelmäßiges Training über Wochen.
Diagnostik & Therapie beim Arzt
Wie wird abgeklärt?
Anamnese (Schnarchen, Müdigkeit, Vorerkrankungen)
Körperliche Untersuchung (Nase/Rachen)
Schlafdiagnostik: ambulantes Screening oder Polysomnographie im Schlaflabor bei Verdacht auf OSA
Welche Therapien gibt es?
CPAP-Therapie (Goldstandard bei moderater/schwerer OSA)
Unterkiefer-Schiene (bei geeigneten Patienten)
Behandlung der Nase (z. B. bei starker Nasenatmungsbehinderung)
Operationen (nur ausgewählt, nach genauer Diagnostik)
Wichtig: Die richtige Therapie hängt von Ursache und Schweregrad ab – eine pauschale Lösung gibt es nicht.
Empfehlung von Gesundheits-Doc
Schnarchen ist häufig harmlos – aber nicht egal. Wenn es regelmäßig, sehr laut ist oder mit Müdigkeit/Atempausen einhergeht, solltest du es abklären lassen. Oft helfen schon einfache Maßnahmen, manchmal ist eine gezielte Therapie entscheidend für Gesundheit und Lebensqualität.
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Quellenbox
Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM): Schnarchen & Schlafapnoe – Diagnostik und Therapie
American Academy of Sleep Medicine (AASM): Obstructive Sleep Apnea – Clinical Guidelines
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Schlaf & Schlafstörungen
Mayo Clinic: Snoring – causes, diagnosis and treatment






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